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Trauer und Verlust
Trauer und Verlust: du darfst weinen
Trauer ist kein Problem, das man löst, und keine Phase, die man rasch durchläuft. Sie ist Liebe ohne Ziel, und sie braucht Raum. Der christliche Glaube erklärt deinen Schmerz nicht, er setzt sich mit dir hinein.
Kurz gesagt
Trauer ist kein Mangel an Glauben; einige der treuesten Menschen der Bibel weinten und fragten Gott warum. Du darfst weinen. Der christliche Glaube eilt deinen Schmerz nicht: er setzt sich zu dir, wie Jesus am Grab seines Freundes weinte, und dann bietet er zärtlich eine Hoffnung an, die stärker ist als der Tod.
Wenn du hier bist, weil jemand, den du liebst, nicht mehr da ist, tut es uns zutiefst leid. Du musst jetzt nicht stark sein. Du musst nicht die Lektion finden, nicht das Richtige sagen und nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas Bestimmtes fühlen.
Trauer ist kein Mangel an Glauben. Einige der treuesten Menschen der Bibel stöhnten, zerrissen ihre Kleider und fragten Gott warum. Du darfst weinen.
“Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.”
Matthäus 5,4 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)
Die Hoffnung, an der Christen festhalten
Als Jesus zum Grab seines Freundes Lazarus kam, begann er nicht mit einer Erklärung. Der kürzeste Vers der Bibel sagt uns, was er zuerst tat.
“Und Jesus gingen die Augen über.”
Johannes 11,35 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)
Christen glauben, dass, weil Jesus selbst gestorben und auferstanden ist, der Tod von innen her gebrochen wurde und dass die Seinen von ihm auch über ihn hinaus gehalten werden. Wir fällen kein Urteil über die Seele eines Menschen, das gehört allein Gott, aber wir können dir ehrlich sagen, wo die christliche Hoffnung verankert ist: in dem, der das Grab überwunden und versprochen hat, jede Träne abzuwischen.
“und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.”
Offenbarung 21,4 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)
Ein kurzes Gebet
Herr Jesus, du hast an einem Grab geweint.
Du kennst dieses Gewicht.
Ich habe heute Abend keine Worte, also bringe ich dir nur mein gebrochenes Herz
und bitte dich, nahe zu sein. Amen.
Du musst das nicht allein tragen
Bevor Jesus am Grab seines Freundes irgendetwas tat, weinte er mit denen, die ihn liebten. Er ist der Trauer nicht fern und hat es nicht eilig, dich über sie hinwegzubringen. Wenn du willst, kann heute Abend jemand mit dir beten. Du brauchst nicht die richtigen Worte. Du musst nur kommen.