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Gebet und Gegenwart
Gott, bist du da?
Wenn du diese Frage ehrlich stellst, bist du nicht der Erste. Einige der ehrlichsten Menschen der Bibel haben sie auch gestellt, laut, in der Dunkelheit.
Kurz gesagt
Zu fragen: Gott, bist du da? ist kein Mangel an Glauben; oft ist es sein Anfang. Die Bibel ist voll von Menschen, die Gottes Schweigen spürten und dennoch gehört wurden. Du brauchst nicht die richtigen Worte, nur Ehrlichkeit, und die hast du schon. Du kannst jetzt zu ihm sprechen.
Wenn du das von Herzen fragst, bist du in guter Gesellschaft. Die Psalmen sind voll von Menschen, die zu Gott riefen und fragten, wo er sei. Und am Kreuz hat Jesus selbst die Worte des 22. Psalms gebetet.
“Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule; aber meine Hilfe ist ferne.”
Psalm 22,1 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)
Wenn du also heute das Schweigen spürst, bist du Gott nicht durch dieses Empfinden fern. Genau dieser Ruf wurde schon gebetet, von Menschen, die Gott nicht verlassen hat.
Er ist näher, als du denkst
“Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.”
Psalm 34,18 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)
“daß sie den HERRN suchen sollten, ob sie doch ihn fühlen und finden möchten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns.”
Apostelgeschichte 17,27 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)
Ein kleines Gebet, das du flüstern kannst
Gott, ich weiß nicht, ob du mich hörst, aber ich muss mit dir reden.
Wenn du da bist, zeige dich mir.
Ich bin es müde, so zu tun als ob. Hier bin ich, so wie ich bin.
Erbarme dich meiner und komm mir nahe. Amen.
Du musst nicht alles glauben, um diese Worte zu sagen. Wenn du willst, bitte jemanden, mit dir zu beten. In dieser Sache bist du nicht allein.